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Kinderbetreuung 2.0: Enkel und ihre Großeltern

Großeltern werden immer wichtiger, wenn es um die Unterstützung und Betreuung ihrer Enkel geht. Zu diesem Ergebnis kommen die beiden Wissenschaftlerinnen Sara Arber und Virpi Timonen in einer Studie* zum Thema „Die Stellung der Großeltern in modernen Familienmodellen“. Ihren Beobachtungen zufolge sind Großeltern inzwischen die erste Anlaufstelle für die Kinderbetreuung – und das nicht nur wenn zum Beispiel die Herbstferien anstehen. Einige übernehmen sogar dauerhaft die Betreuung der Kinder, während Mama und Papa Vollzeit arbeiten gehen.

„Großeltern sind oft viel weniger streng und interessanterweise auch viel entspannter im Umgang mit ihren Enkeln, als es bei ihren eigenen Kindern der Fall war. Sie lassen ihre Enkelkinder Dinge tun, die sie ihren eigenen Kindern in diesem Alter nicht erlaubt hätten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie ihre energiegeladenen Enkel nach einem Tag voller Spiel, Spaß und Süßigkeiten wieder an ihre eigenen Kinder abgeben können”, sagt Julia Beck, Chefredakteurin bei Betreut.de und selbst Mutter.

Verwöhnprogramm Großeltern

An einigen Merkmalen können Eltern nach einem Aufenthalt bei den Großeltern erkennen, dass Ihre Kinder ziemlich viel Spaß mit ihnen hatten. Denn wie heißt es so schön: Zu viel Spaß kann man eigentlich nie haben.

  1. Die Kinder sind müde: Die routinemäßigen Schlafenszeiten wurden gekonnt über Bord geworfen, um noch mehr Zeit für gemeinsame Aktivitäten zu haben.
  2. Das Rückreisegepäck hat sich verdoppelt: Eigentlich sind größere Geschenke und viele Süßigkeiten eher was für Weihnachten oder Geburtstage. Großeltern finden aber immer wieder Gelegenheiten, um ihre Enkelkinder zu verwöhnen.
  3. Putzmunter bis spät in die Nacht: Nussnougatcreme zum Frühstück, Schokolade beim Einkaufen und Pudding als Dessert – bei ihren Großeltern kriegen viele Kinder so viele Süßigkeiten, dass ihr Energielevel auch abends noch eher an einen Athleten erinnert denn an ein müdes Enkelkind. An Schlaf ist da zwischen sieben und acht kaum zu denken.
  4. Der geplünderte Kleiderschrank: Der Fundus an Schmuck, Schuhen und alten Kleidern ist bei vielen Großmüttern schier unerschöpflich. Ein Spaß für die Kleinen, die sich mit Paillettenkleid, viel zu großen Schuhen und Lippenstift, der noch aus 100 Meter Entfernung zu sehen ist, in Schale werfen. Dinge, für die Mama und Papa Jahre zuvor noch mächtig Ärger bekommen hätten.

Bunte Ideen für graue Herbsttage

Für viel Spaß (fast) ohne Zucker hat Betreut.de zehn lustige Aktivitäten zusammengestellt, mit denen die Herbstferien für alle zum Erlebnis werden.

  1. Zusammen kreativ: Mit ein paar einfachen Bastelideen entstehen kleine Kunstwerke, die den Kindern Spaß machen und die sie Mama und Papa später zum Geschenk machen können.
  2. Das Familienfotoalbum: Alte Babybilder von Mama und Papa – das sorgt mit Sicherheit für einiges Gekicher bei den Enkeln.
  3. Grüner Daumen: Ob Garten, Balkon oder Wintergarten – zu lernen, wie man Pflanzen und Gemüse anbaut, ist nicht nur lehrreich, sondern kann auch eine spannende Entdeckungsreise sein.
  4. Projekt Internet: Schon die Kleinen wissen, wie man im Internet surft. Bei einem Rollentausch können die Enkelkinder ihre Großeltern in einem digitalen Surfkurs auf den neuesten Stand der Technologie bringen.
  5. Ab in den Zoo: Kreuz und quer, von Lieblingstier zu Lieblingstier – wenn die Enkel den Weg bestimmen, wird der Zoobesuch zum Abenteuer.
  6. Theater Zuhause: Ob Jim Knopf, das Grüffelo-Kind oder Des Kaisers neue Kleider – mit Kostümen und Requisiten lässt sich aus der Lieblingsgeschichte der Kinder leicht ein eigenes Theaterspiel machen. Mama und Papa werden sicher gern zum Publikum.
  7. Clown-Lektionen: Witze und Späße sind bei Kindern an der Tagesordnung. Auch Großeltern haben davon einige auf Lager und können ihren Enkeln spielerisch beibringen, wie man damit umgeht, wenn andere sie einmal veralbern.
  8. Gemeinsam tanzen: Vom Walzer bis Hiphop, jede Generation hat ihre eigenen Tänze. Im Tausch bringen Großeltern und Enkel sich gegenseitig ihren Lieblingstanz bei. Ganz wunderbar können damit auch gleich überschüssige Energien weggetanzt werden.
  9. Erzählstunde: Mit den Geschichten der Großeltern über ihre eigene Kindheit und Jugend können Enkel in eine andere Zeit eintauchen. Das ist nicht nur spannend, es hilft Kindern auch zu lernen, wie man zuhört und versteht, was andere ihnen erzählen.
  10. „Backe, backe Kuchen...“: Koch- und Backshows haben längst die ganze Welt erobert. Aber niemand backt so gut wie Oma! Von den Großeltern zu lernen, wie man Kuchen backt, lässt Rezepte zur Familientradition werden – und es sorgt für leckere Ergebnisse.

*Sara Arber, Virpi Timonen (2012): „Contemporary Grandparenting: Changing Family Relationships in Global Contexts“

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