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Nika

Das ist Nika. Sie ist zehn Jahre alt und schreibt gerne Geschichten. Zum Beispiel über Drachen und Abenteuer. Drachen, Dinosaurier und (ausgestorbene wie noch nicht ausgestorbene) Reptilien zählen übrigens zu ihren Lieblingstieren.
Nika geht auf ein Gymnasium und wohnt mit ihren Eltern, ihrer Schwester, Hund Jule, zwei Hühnern, Meerschweinchen und Häschen in einer kleinen Stadt an der Lahn.
Hier liest Du Nikas Geschichte über Lillia und ihren Freund Scharfzahn.

Von Drachen aufgezogen

Zu einer Zeit als es Drachen gab, waren sie wirklich unbeliebt, vor allem auf einer Insel, „der Drachenbucht“, denn dem Stammesführer wurde die Tochter geraubt und zwar von Drachen. Seitdem ließ er alle Drachen einsperren.
Was er aber nicht wusste: Seine Tochter Lillia wuchs wohl behütet bei zwei Drachen auf, die sie vor 13 Jahren entführt hatten, nun war sie fünfzehn und konnte sich nicht daran erinnern, einmal bei Menschen gelebt zu haben. Ganz im Gegenteil sie hat sogar die Sprache der Drachen gelernt.
Sie ging oft zum Ausgang ihres Zuhauses und fragte sich, was wohl weit da draußen ist.

Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus und fragte ihren Drachen Scharfzahn: „Scharfzahn, hey mein Hübscher komm mal her“! Langsam kam der Drache aus der Höhle getrottet und sah sie fragend an. „Hey, hast du Lust mal zu sehen, was es da draußen gibt?“, fragte Lillia ganz aufgeregt. Der Drache überlegte und schüttelte den Kopf, dann knurrt er dreimal. Das Mädchen wusste, was er meinte. Er fragte sie damit, was wohl ihre Dracheneltern sagen würden. Lillia antwortete nur: „Bestimmt werden sie etwas Schönes sagen.“ Und schon war sie in der Höhle verschwunden.
Scharfzahn verdrehte heimlich und genervt die Augen und lief Lillia nach. Als beide vor den riesigen Eltern standen und sie fragten, ob sie in die Welt fliegen dürfen, brüllten beide Drachen ohrenbetäubend und das hieß NEIN.

Drachen

Als Lillia und Scharfzahn wieder vor der Höhle standen, sagte Lillia: „ Na schön, dann werden die eben nicht erfahren, dass wir in die ferne Welt fliegen!“ Ihr Drache sah sie entrüstet an, danach setzte er seinen ‚Du bist doch irre-Blick auf‘. Doch das schreckte das aufgeregte Mädchen nicht ab. Sie sattelte Scharfzahn und wollte losfliegen, aber Scharfzahn wollte nicht. „Ach komm schon Großer, oder hast du Angst?“, provozierte sie ihn.

Drache

Das ließ sich der Drache nicht gefallen und flog in seinem schnellsten Tempo los. „Juchuh ist das super!“, rief Lillia. „Außerdem sind wir bestimmt wieder da, bevor meine Eltern etwas merken.“
Einige Zeit später wurde Scharfzahn unruhig. „Was ist denn los, Großer?“, fragte Lillia. Scharfzahn brüllte und knurrte zweimal, das hieß DRACHENJÄGER. „ Oh nein“, flüsterte Lillia.
Jetzt sah sie mindestens neun Schiffe. „Los weg hier, mein Freund!“, rief Lillia verängstigt.
Da hörte sie von einem der Schiffe eine laute Stimme: „Da oben! Drache in Sicht, holt ihn runter!“
„Oh nein, Scharfzahn schnell weg.“, schrie Lillia. Plötzlich kam ein großes festes Netz zu ihnen hoch. Es umschlang Scharfzahn und er stürzte ins Meer.

Als sie im Wasser waren, wusste Lillia kurz nicht wo oben und unten ist. Doch dann sah sie ihren Drachen, der noch immer im Netz war. Aber das Netz sank. Sicher wäre Scharfzahn ertrunken, wenn Lilia nicht eine gute Schwimmerin wäre. Sie tauchte zu ihrem Drachen und befreite ihn.
Sie tauchten ein kurzes Stück weg, um den Drachenjägern nicht in die Quere zu kommen. Nachdem sie aufgetaucht waren, sahen sie eine große Insel, die Drachenbucht. Aber natürlich wusste sie nicht, dass diese furchterregende Insel ihr Geburtsort ist. Sie sah Scharfzahn an, der verdrehte die Augen, denn er wusste, dass Lillia auf diese Insel will. Sie flogen auf die Insel. Auf einmal hörte Scharfzahn das Brüllen eines Drachen, er flog sofort in diese Richtung.

Drache mit Maedchen

„Wow! Scharfzahn was ist denn los?“, fragte Lillia erschrocken.
Da sah sie eine riesige Arena mit vielen Käfigen und in diesen kleinen Käfigen lagen riesige Drachen.
„Was ist denn das? Die armen Drachen“, flüsterte Lillia. Scharfzahn guckte traurig. Das Mädchen sagte zu ihrem treuen Drachen: „ Es tut mir so Leid, dass du das sehen musst, wir müssen die Armen befreien. Das ist mein Plan: Du lenkst die Wache ab! Komm wieder, wenn du fertig bist, dann befreien wir zusammen die Drachen.“ Scharfzahn nickte. Sie landeten, Scharfzahn knurrte und die Wache wurde aufmerksam und lief ihm nach. Als die beiden verschwunden waren seufzte Lillia: „Was würde ich nur ohne meinen Drachen machen?“ Sie ging in die Arena. Scharfzahn kam auch zurück, er hatte die Wache weit genug von hier weg getrieben. Zusammen befreiten sie alle Drachen.

Erst als alle Drachen weg waren, wollten auch die Freunde gehen. Doch vor ihnen tauchte ein riesiger starker Mann auf, es war das Oberhaupt der Drachenbucht und ursprünglich Lillias Vater, aber sie erkannten sich nicht.

Das Oberhaupt rief: „ Wer bist du?“ Lillia antwortete: „Ich...Ich heiße… äh Lillia und äh… ich hab die Drachen freigelassen, weil äh weil....?“ Weiter kam sie nicht, denn ihr Vater erkannte langsam seine Tochter und dachte sich: „Diese Haare, die kenne ich, diese Augen, die kenne ich auch.“ Und schließlich rief er: „Lillia, meine Tochter, bist du es wirklich?“

„Äh, vielleicht, ähm ich weiß nicht.“, antwortete die geschockte Lillia. “Doch du bist es, du wurdest vor 13 Jahren von bösen Drachen entführt. Wie konntest du überleben?“, fragte ihr Vater. Lillia antwortete: „Sie haben mich nicht gefressen, sondern aufgezogen! Aber du sperrst sie alle ein.“ Ihr Vater überlegte: „ Hmm, jetzt wo ich weiß, dass sie dir nichts getan haben, gibt es auch keinen Grund mehr sie weiter einzusperren!“

Drache

Lillia rief außer sich: „Oh wirklich, wie toll, können sie auch hier wohnen?“
„Ja gerne“, antwortete der Vater. „Auch meine Dracheneltern?“
„Ja, auch die“, sagte der Vater. „Super, danke!“
„Dann komm jetzt meine liebe Tochter, ich zeige dir alles.“, sagte der Vater. Lillia sagte:“ Papa, ich hab dich lieb“, und ihr Vater antwortete: „ Ich dich auch.“
So lebten Menschen und Drachen für immer friedlich zusammen.

Hat Dir die Geschichte gefallen? Dann lies auch Nikas Gitarren-Gedicht.

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