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Wer bauen will, braucht Ruhe

Meine Enkelin (3 3/4J.) baut unten im Wohnzimmer komplizierte Duplohäuser. Ich nutze die Zeit und arbeite oben in meinem Arbeitszimmer am Computer. Die Tür habe ich nur angelehnt. Man kann ja nie wissen…
Richtig! Kurz darauf lugen zwei mir sehr bekannte, blitzblaue Augen ins Zimmer und dann folgt der ganze Dreikäsehoch-Rest. Besonders fröhlich wirkt sie nicht, eher höchst empört und offensichtlich auf Unterstützung hoffend.
„Hallo!!“
Weil man sich ja als Omi stets zu freuen hat, wenn sich ein Kind des eigenen Kindes nähert, strahle ich pflichtbewusst. Doch ihr ist es nicht zum Wiederstrahlen zumute, sie wälzt wohl ein furchtbares Problem um, was ich an der steilen Falte auf ihrer Stirn ablesen kann. Und schon legt sie wütend los: „Omihiih, der Opi stört mich dauernd!!!“
Ihre Mimik erinnert an Blitz und Donner gleichzeitig.
„Der Opi stööört dich?“, frage ich irritiert nach. Wie kann er aber auch nur…?
„Ja, Omi! Der macht so `n Krach und dabei kann ich nicht bauen!!“
Hääh!?? „Weißt du was: Ich komm mal mit runter. Soo geht’s ja nicht!“
Hochzufrieden, weil Omi ja eindeutig für sie Partei ergreift, stolziert sie erhobenen Näschens voran die Treppe hinunter und in die Küche zu Opa. Ich folge brav, gewillt, Enkelinchen notfalls mit dem eigenen Leben zu verteidigen.
„Sag mal: Sie behauptet, du machst hier solchen Lärm und sie kann dabei nicht bauen!!“
Nun guckt noch jemand irritiert. Aber dann fällt es auch dem Opi extrem schwer, ernst zu bleiben. Denn: Er steht dort über eine Schüssel gebeugt mit dem Rührgerät in der Hand - und schlägt Sahne. Die Rührhaken knattern dabei laut am Schüsselrand. So eine Frechheit aber auch!

Tastifix

Autorin: tastifix

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