Kinderwünsche sind gar nicht so leicht zu erfüllen: Wenn es nicht an der sprachlichen Barriere scheitert, dann an dem Wissen, für was sich ein zwölfjähriger Luis oder eine vierjährige Lena begeistern kann.

Frank Bertsch, ist Geschäftsführer der Galeria Kaufhof an der Hauptwache in Frankfurt am Main, einem der größten Warenhäuser in Deutschland. Im Jahr begrüßt er mit seinen über 500 Mitarbeitern etwa 8 Millionen Kunden in seinem Haus. Darunter sind gerade in der Weihnachtszeit viele Großeltern auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für ihre Enkel.

Als er von der neuen Feierabend-Initiative „Enkelkinder.net – dem ersten „Mehrgenerationenhaus im Internet“ gehört hatte, war er sofort begeistert. Spontan schlug er vor, als ersten Beitrag der Galeria Kaufhof zum Dialog der Generationen ein Seminar unter dem Titel „Kinderspielzeug - aktuelle Trends und Highlights unterm Weihnachtsbaum“ zu organisieren.

Interessierte Großeltern waren eingeladen, sich in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen über Neuheiten und Klassiker auf dem Markt zu informieren. Alexander Wild, Gründer der Initiative Enkelkinder.net und Vorstandschef von Feierabend.de, selbst Vater von drei kleinen Kindern, sowie Christian Berndt, Leiter der Spielzeugabteilung bei GALERIA Kaufhof, führten durch den kurzweiligen Nachmittag.

Zunächst zeigten sich die Teilnehmer skeptisch. Braucht man wirklich ein Seminar, um Kinder glücklich zu machen, fragten sich im Vorfeld viele Teilnehmer. Wird das etwa eine „Kaffeefahrt“ mit Verkaufsveranstaltung?  Doch gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde deutlich, der Dialog in Sachen Spielsachen ist wichtig und keineswegs einfach. Gisela Nyman, Oma von neun Enkelkindern gibt zu, manchmal „überfordert“ zu sein:  „Wunschzettel müssen dechiffriert werden“, lacht sie. Das vom Enkelsohn gewünschte „Eipet“  entpuppte sich für die 79-jährige erst nach Rückfrage im Spielzeuggeschäft  als IPad von Apple. 

Qualität zahlt sich aus

Kostspielige Wünsche dominieren zum Glück nicht jeden Wunschzettel; Stofftiere sind nach wie vor beliebt. Dabei hat ganz klar der Teddybär die Nase vorn.Bei Galeria Kaufhof wird ein hoher Anspruch an alle Produkte gestellt. Berndt betont, dass „Materialien unbedingt schadstofffrei sein müssen und nicht abfärben dürfen.“ Auch die Beschaffenheit ist wichtig.

 

Um das Risiko des Erstickens zu vermeiden, müssen Kleinteile gut verarbeitet sein, damit sie nicht abreißen und verschluckt werden können. Er rät, in ein hochwertiges Produkt zu investieren statt in billige Masseware. Ein Paradebeispiel ist da wohl Steiff-Spielzeug. Das bestätigen auch einige Anwesende, die die Tiere mit dem berühmten Knopf im Ohr selbst schon über zwei Generationen vererbt haben und für die Sammler heute hohe Preise zahlen. „Die Steiff Produkte sind sehr gut verarbeitet und erfreuen seit Jahrzehnten Kinderherzen“, weiß Berndt.

Natürlich gibt es auch im Bereich „Stofftier“ einen neuen Trend: Der“ Sorgenfresser“ ist ein lustiges Phantasietier mit Mund, dem Kinder ihre Sorgen anvertrauen können. Ein Reisverschluss sorgt für die notwendige Verschwiegenheit und „schluckt“ die Zettel mit den Kindersorgen. Teilnehmerin Roswitha Reinhard (71) ist  begeistert: „Sorgenfresser werde ich dieses Jahr ganz sicher verschenken, Kinder haben schließlich auch ihre Nöte.“ Beliebt ist zudem das Kartenspiel "Hanabi"  (japanisch für "Feuerwerk") - erst vor kurzem zum Spiel des Jahres 2013 gekürt - das nur wenige Euro kostet und das Gemeinschaftsgefühl stärkt, da man auf Hinweise der Mitspieler angewiesen ist. 

Klassiker kommen zwar nicht  aus der Mode, sind aber durchaus wandelbar

Monster High-Puppen, deren schaurig-schönes Aussehen von Horrorfilmen inspiriert wurde, lösen Barbie und Co ab. Die Kreativität fördern kann man mit MyBoshi-Mützen. Die werden in wilden Farbkombinationen in Eigenarbeit gehäkelt, selbstverständlich kommen sie inklusive Garn und Anleitung daher.  Selbst die Holzeisenbahn ist nach wie vor beliebt und dank einem ICE Zug auf der Höhe der Zeit. Bei Musikinstrumenten halten sich Neuerungen wie Klassiker die Waage: Zurzeit stehen vor allem digitale Instrumente auf den Wunschzetteln, aber Blockflöte und Glockenspiel folgen dicht dahinter. 

Berndt präsentierte eine Vielzahl von Geschenken aus verschiedenen Kategorien, doch ein riesiger Geländewagen von Lego Technik mit Fernsteuerung beeindruckte wohl am meisten. Bei Jungs ab 12 Jahren (und darüber hinaus) stehen Lego-Technik Spielsachen hoch im Kurs. Der Zusammenbau im Team bringt darüber hinaus etwas sehr Wertvolles: gemeinsame Zeit mit den Enkelkindern! Ursula Jagenteufl (73) ist das mit am wichtigsten beim Schenken: „Besonders interessant finde ich Spiele, bei denen wir Omis aktiv mitmachen können.“

Die Teilnehmer des Seminars konnten viele neue Ideen sammeln. Regina Nehls (64) hält am Ende des Nachmittags fest: „Es wäre schön, wenn Seminare dieser Art etwas öfter stattfinden, so können beide Seiten sehr gut von dem jeweiligen Thema profitieren.“ Beratungsbedarf ist auf jeden Fall da. Gerne auch zu anderen Themen des Alltags!

Zum Abschluss ermunterte Christian Berndt die Teilnehmer noch zum Einkaufsbummel in der riesigen Spielzeugabteilung der Galeria Kaufhof. Im Gegensatz zum anonymen Shoppen im Internet bekommt man in seinem Haus:

-    Persönliche und kompetente Beratung durch einen geschulten Fachverkäufer
-    Große Auswahl an Produkten die sofort mitgenommen werden können
-    Kulante Umtauschregelung bei doppelten Geschenken oder Nichtgefallen
-    Kostenloses Verpacken als Geschenk

Alexander Wild nahm das Angebot dankbar an, da er gleich im Anschluss zur Geburtstagsfeier seiner Tochter musste und noch ein passendes Geschenk suchte.